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Sonstiges KnowHow  > Heimwerker  > Küche  > Unsere IKEA Küche 


Unsere IKEA Küche

Zum ersten mal in unserem Leben mussten wir eine eigene Küche kaufen - bisher hatten wir immer das Glück, dass die Küche schon drin war und mitvermietet wurde. Die Ausgabe traf uns unvorbereitet und neben einer sehr großen Anschaffung (unser Haus), so dass wir nicht so extrem viel Geld ausgeben wollten. 5000 Euro inkl. Elektrogeräte - mehr war nicht drin im Budget. Obendrein hatten wir nicht so extrem viel Zeit für dieses Projekt (es standen noch eine Vielzahl anderer Projekte an) und die Küche musste innerhalb der nächsten 4 Wochen geliefert werden.

Auswahl

Wir schauten uns in diversen Möbelhäusern die Küchen an. Silke gefiel gleich im ersten Geschäft eine Küche. Der Preis war schwer zu finden, stand dann aber doch in einem Schrank: 21.000 Euro. Ja genau, so viel wie ein Mittelklassewagen (ich nehme mal an es handelte sich schon um die ganze Küche und nicht nur um diesen einen Schrank). Wir gingen schnell weiter, um nicht noch in ein Gespräch mit diesen Verkäufertypen verwickelt zu werden. Nach ein paar Möbelhäusern sahen irgendwie alle Küchen gleich aus.

Wir hatten schon mal eine IKEA-Küche gesehen, die uns gefallen hatte und wir gingen einfach zum Schweden-Center. Die Küche unterschied sich in der Qualität nicht von den Küchen, die wir - in dieser oder sogar einer höheren Preisklasse - in anderen Geschäften gesehen hatten. Zuhause nutzten wir den relativ guten IkeaPlaner zum Entwurf unserer Küche (ärgerlich, daß der IkeaPlaner mal wieder nur mit Administrator-Rechten unter Windows laufen will - normalerweise fliegt so eine Software sofort wieder runter, aber in diesem speziellen Fall ...).

Nach unserer Planung soll die Küche - ohne Elektrogeräte - 2700 Euro kosten. Da derzeit eine 25% Aktion auf die Abstrakt Fronten läuft, könnten wir noch mal 300 Euro sparen, so daß die Küche inkl. Lieferung (115 Euro) 2500 Euro kostet. Im Vergleich dazu war das Angebot vom Möbelgeschäft mit 4200 Euro doch deutlich teurer (allerdings inkl. Aufbau und ohne Verhandlung) - insbesondere bei den Elektrogeräten machen die Möbelhäuser richtig Geld. In einem Möbelhaus wollte man uns doch tatsächlich die Listenpreise geben - die Elektrogeräte kosteten nach Listenpreis 1900 Euro, der Strassenpreis dieser Geräte (die Dame gab uns ersteunlicherweise die eingeplanten Artikelnummern der Geräte) lag bei 900 Euro. Aber ACHTUNG bei diesem Vergleich, denn wer zahlt denn in einem Möbelhaus schon den erstgenannten Preis - hier muss man wirklich handeln, sonst wird man abgezockt. Möbelhäuser machen gerne auch mal Lockangebote - da kostet die 10000 Euro Küche plötzlich nur noch 2299 Euro - hier darf man sich vom dargestellten Spareffekt nicht blenden lassen (für meine erste 20 MB Festplatte habe ich - oder besser mein Vater -  auch 1000 DM gezahlt, heute kann man den Wert nicht mehr in unserer Währungs ausdrücken). Häufig werden die Küchen dann bei einer Anpassung an die eigenen Ansprüche/Maße plötzlich doch viel teurer, doch das vermeintliche Schnäppchen MUSS ja dann auch in der angapassten Küche stecken - ich mache also SICHER eine SCHNÄPPCHEN. Vorsicht: die Möbelhäuser haben gute Psychologen in der Marketing-Abteilung und sicherlich auch im Verkauf.

Die Elektrogeräte von IKEA scheinen uns weder günstig (z. B. Edelstahlkühlschrank A+ für 1200 Euro) noch von besonders guter Qualität (Whirlpool). Nach ein paar Nächten Recherche haben wir uns für Geräte im Wert von 2500 Euro entschieden (Siemens, AEG, Bosch) und halten damit genau unser Budget ein.

Neben dem Preis hat IKEA gegenüber einer Möbelhausküche den Vorteil, daß man jederzeit kaputtgegangene/fehlende Teile nachkaufen kann (der nächste IKEA-Laden ist 5 Minuten von meiner Arbeitsstelle entfernt). Bei einem Möbelhaus müsste man wahrscheinlich 4 Wochen auf die Bestellung warten, um dann festzustellen, dass man doch was anderes gebraucht hätte. IKEA-Möbel sind ausserdem so konstruiert, dass JEDER sie aufbauen kann - die Konstruktionen sind einfach und mit üblichem Werkzeug durchführbar. Die Möbel sind modular, das ist auf jeden Fall mal ein guter Ansatz. Ausserdem gibt es viele IKEA-Programme über viele Jahre hinweg - bei einer Küche in unserer Preisklasse aus dem Möbelhaus weiss man nicht, wann der Hersteller pleite macht, quatsch man kennt nicht mal den Hersteller und kann sich selbst helfen, wenn das Möbelhaus vielleicht pleite geht.

Kauf

Freitagabend gingen wir - zuvor hatten wir unsere zuhause geplante Küche auf dem IKEA-Server gespeichert - ins Schweden-Center und liessen uns noch mal beraten. Wir mussten ca. 30 Minuten auf einen Berater warten. Die Beratung war klasse und nach 45 Minuten waren wir soweit, mit unserer Rechnung an die Kasse zu tapsen.

An der Kasse die erste Enttäuschung: Dort wartete eine Frau und ihr Vorgang blockierte eine der beiden Kassen. Zunächst wussten wir nicht worauf sie wartete und warum die Kasse blockiert war. Der Kassierer fragte nach dem Limit, das wir auf unserer EC-Karte hätten. Ich wusste es nicht und so probierten wir 2500 Euro damit zu zahlen. VERWEIGERT. Also mit 1500. VERWEIGERT. Nun mit 1000. YIPPIIEEH. Wir versuchten auf meiner Karte noch mal 1500. VERWEIGERT. 1000. VERWEIGERT. Glücklicherweise hatte Silke auch noch ihre EC-Karte dabei und wir starteten wieder mit 1500. VERWEIGERT. 1000. YIPPIEHHH. So nun fehlten noch schlappe 500 Euro. Kreditkarten wurden nicht angenommen und auf Rechnung konnte IKEA nicht zahlen (obwohl ich doch eine Lieferung bestellt hatte und somit heute doch eh keine Ware mit nachhause nehmen würde). Egal - es ging eben einfach nicht. Um die Ecke sollte ein Geldautomat sein, vielleicht ging da ja noch was. Und tatsächlich: 500 Euro kamen noch raus (für diese 500 Euro wurden mir aber 5 Euro Gebühren berechnet :-( Ach ja, die Frau an der Kasse nebenan - sie hatte das gleiche Problem wie wir, ihr Mann war auf dem Weg nachhause , um mehr Geld zu holen, die Kasse war somit schlappe 30 Minuten blockiert.

Wir verzichteten auf den Aufbau durch IKEA, denn 1000 Euro erschien uns doch unverhältnismässig hoch. Hier sind andere Möbelhäuser deutlich günstiger (z. B. 300 Euro), aber hier ist die Montage dann schon in den regulären Preis eingerechnet - die Küchenteile wären einfach deutlich teurer. Insgesamt hätte sich eine IKEA-Küche mit Montage im Preis nicht von einer Möbelhaus-Küche (wenn man verhandelt hätte) unterschieden. Ich schätzte den Aufwand für den Küchenaufbau auf 7-8 Tage also 60 Stunden und das entspräche einem Stundensatz von 1000 / 60 = 16 Euro. Erstens ist das kein schlechter Stundensatz (netto!!!), zweitens lerne ich dabei auch ein bisschen Heimwerkern und drittens ist das nun eben einfach mein Job als Hausbesitzer.

Ich konnte nun nicht einfach die 500 Euro an der Kasse abliefern, sondern musste an einer anderen Kasse die Lieferung bezahlen und den Restbetrag auf eine Gutscheinkarte aufladen lassen (glücklicherweise wurde ich von einer IKEA-Mitarbeiterin begleitet, die alles für mich managte - sonst hätt ich wahrscheinlich auch nicht verstanden, was ich hätte tun sollen). Mit dieser Gutschein-Karte ging ich dann zur ersten Kasse zurück und alles wurde gut. Was wäre wohl passiert, wenn ich kurz vor Ladenschluss die 500 Euro nicht mehr aufgebracht hätte. passiert sowas nicht jeden Tag mehrfach? IKEA ist so ein pragmatischer Laden (man kann mittlerweile seine Ware auch selbst scannen und per EC-Karte zahlen) und dann sowas?!?

Lieferung

Freitags hatten wir die Küche gekauft und Montag erfolgte die Lieferung. Alles wie geplant. Leider kam der Lieferant 30 Minuten früher als verabredet, so dass ich die Ware nicht - wie ursprünglich geplant - prüfen konnte. Ich kam gerade rechtzeitig, um den "ordnungsgemäßen" Empfang zu quittieren. Auf meinen Einwand, daß ich bei 98 Teilen nicht überblicken könne, ob alle Teile vorhanden und unbeschädigt sind, meinte er das sei kein Problem, das würde immer so gemacht und es habe bei nachträglichen Reklamationen nie Probleme gegeben. Na gut, was blieb mir anderes übrig. Ich machte mich mit einem Helfer an die Prüfung der Lieferung.

Und das war richtig blöd, denn
  • ich hatte einen Ausdruck bekommen, auf dem eine Liste mit den vom Lager in den Laster zu befördernden Teilen (Liste 1) war und eine weitere Listen mit den an mich zu liefernden Teilen (Liste 2). Dass es sich um zwei Listen handelte, merkte ich erst später - zumal die Listen eine unterschiedliche Sortierung hatten
  • die Listen waren nicht nach Artikelnummer sortiert - nach was sie sortiert waren habe ich bisher nicht rausgefunden (vielleicht nach Regalen im Lager, doch davon habe ich nichts - dann hätte ich aber gerne eine spezielle Lieferungsliste gehabt, die nach Artikelnummer sortiert ist). Jedenfalls dauerte die Prüfung einer einzigen Artikelnummer (bei 98 Teilen) bis zu 30 Sekunden
  • wurde ein Artikel mehrfach geliefert, dann stand er manchmal auch mehrfach drauf, obwohl es ein Spalte "Anzahl" gab, über die man das doch hätte abbilden können. Und natürlich standen diese gleichen Artikel wieder nicht untereinander.
Nach 1,5 Stunden (mit zwei Leuten) hatten wir es geschafft:
  • von einem Artikel hatte ich nur 2 statt 3
  • bei einem anderen 3 statt 2
  • ein Artikel war beschädigt
Diese Prüfung hätte ich - auch wenn der Lieferant nicht zu früh gekommen wäre - niemals während des Ausladens geschafft.

Aufbau

98 Teile haben mich zunächst mal ein bisschen abgeschreckt (auch wenn allein in einer großen Tüte 27 Kleinteile waren) und ich zweifelte an meinem Plan, die Küche selbst aufbauen zu wollen. Ich liess mir natürlich nichts anmerken und machte mich schon bald an den Aufbau.

Tag 1: 4 Stunden

Der erste Tag verlief klasse - der Korpusaufbau war einfach und nach dem zweiten schon fast Routine. Es gibt ein paar Dinge, auf die man achten muss (hat man aber schnell raus) und dann gehts relativ zügig. Ohne weitere Hilfe habe ich für einen Korpus zwischen 15 und 45 Minuten gebraucht - je nach Größe und Geschwindigkeit (manchmal hab ich einen auf Akkord gemacht und dann hab ichs auch in 15 Minuten geschafft).

Der neue Akkubohrer (ein kleiner Bosch mit Drehmomentvorwahl und einer sehr praktischen Leuchte) erwies sich als absoluter Gewinn.

Tag 2: 3,5 Stunden

Der zweite Tag verlief genauso problemlos wie der erste - ich war vollständig mit Korpusaufbau beschäftigt. Ich hatte mich bis hierher nicht einmal verbaut. Man muss beim Aufbau allerdings sehr konzentriert sein und immer wieder die üblichen Fehler prüfen.

Tag 3: 1,5 Stunden

Der Tag begann mit einem neuen Korpustyp und mein 3jähriger Sohn "half" mir. Leider musste ich neben dem Bauen darauf achten, dass sich mein Sohn kein drittes Nasenloch mit dem Akkubohrer bohrt oder noch viel schlimmer die Korpusteile verkratzt.

Und so kam es, daß wir uns gleich mehrfach verbauten. Ich war frustriert - mein Sohn sprach aber ganz stolz davon wie sehr er mir geholfen hat. Ich bin zwar nicht weitergekommen in den zwei Stunden, aber ich hatte trotzdem eine schöne Zeit mit meinem Sohn :-)

Die Korpusteile sind nun fertig. Gesamtzeit: 9 Stunden für 12 Korpusteile - damit bin ich sehr zufrieden (selbst meine best-case-Abschätzung ging von 1,5 Tagen aus)

Tag 4: 3 Stunden

Heute waren die Schubladen an der Reihe. Ich brauchte erst mal eine Weile, um die Konstruktion zu verstehen. Doch dann ging es relativ gut von der Hand - ab und an hätte ich eine weitere Hand gut gebrauchen können. Die Konstruktion ist gut und durchdacht - es macht einen stabilen Eindruck.

Die Ausrichtung der Schubladen war allerdings eine Qual. Ich glaube an meinem 5-Schubladen-Schrank habe ich allein 45 Minuten ausgerichtet :-( Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden (auch wenn ich irgandwann mal sagen musste "das ist gut genug" - es ist also nicht perfekt, das war wohl mein anfängliches Ziel).

Der Korpus war leicht und ich hatte ihn auf einen Tisch gestellt, um besser bauen zu können. Nach der Montage der Schubladen konnte ich das Teil kaum noch allein vom Tisch heben - das Gewicht hatte sich mindestens verdoppelt.

Die Schubladen vom ersten Schrank waren montiert und nun sollte eine frustrierende Phase beginnen. Während ich die zu verbauenden Teile des ersten Schranks relativ schnell fand, wollte mir das beim zweiten gar nicht gelingen. Hierzu muss man wissen:

Wir haben den Schrank FA N 117 gekauft. Dieser besteht auf einem Korpus (wir in einem Päckchen geliefert - puh), Schubladen ohne Front (ein Päckchen, puh) und Frontseiten. Leider wusste ich nicht mehr wie der FA N 117 aussah. Ich versuchte die 5 verschiedenen Schubladentypen den Schränken zuzuordnen (von keinem Schrank wusste ich den definitiven Aufbau nicht mehr - ich hatte nur eine Aussenansicht). Die Frontseite fand ich nicht - ich habe ca. 25 Teile in verschiedenen Breiten (30cm, 32cm, 40cm, 50cm, 52cm, 60cm, 70cm). und verschiedenen Höhen. Auch die Schubladenfrontseiten meines 5-Schubladen-Schranks waren verpackt wie ein Seitenteil (alle 5 Teile waren in einer Verpackung) oder eine Schranktür. Ich brach hier ab ... voller Zorn

Zuhause versuchte ich herauszufinden aus welchen Teilen der FA N 117 besteht, doch die IKEA-Homepage half mir nicht weiter - ganz im Gegenteil einen 40er Apotheker-Unterschrank konnte ich einfach nicht finden.

Hier habe ich gelesen, daß IKEA auch schon mal Listen ausgegeben hat, welche Teile zu welchem Schrank gehören - genau das würde mir jetzt weiterhelfen. Da eh ein Teil fehlte und ein anderes bschädigt war, telefonierte ich mit der Hotline (es dauert ein bisschen bis man den Sprachcomputer und die Warteschleife überwunden hat). Die Reklamation war gar kein Problem (ich hatte über 2 Wochen seit der Lieferung verstreichen lassen). Ich fragte nach dieser ominösen Mitnahmeliste, doch dort konnte man mir nicht weiterhelfen (der Mann am Telefon war sehr freundlich). Also fuhr ich ins Schwedenhaus und an der Reklamation hatte ich auch kein Glück - also hoch ins Küchenstudio. Glücklicherweise war an diesem Samstag wenig los und ich konnte nach der Mitnahmeliste fragen. Die Kollegin schaute im Computer nach, aber der Auftrag war wohl schon zu alt als dass die Einzelaufstellung noch abrufbar war. Da wir die Küche auf dem IKEA-Server gespeichert hatten (Ikea Küchenplaner) konnte ein Küchenberater die Komponenten erneut eigeben und daraus unsere Liste drucken aus der beispielsweise folgendes hervorgeht:

Yipppieeeh :-)

Eigentlich bekommt jeder Käufer eine solche Liste, aber die wurde uns wohl beim Bezahlen nicht wiedergegeben :-(

Zuhause habe ich dann erst mal die Einzelteile gekennzeichnet - das hat mich schon ein bisschen Zeit gekostet, weil ich plötzlich zwei Teile nicht mehr gefunden habe (ich hatte sie einfach nicht für Schubladenteile gehalten - das war beim ominösen FA N 117, mit dem andere auch schon Probleme hatten).

Wir haben unsere Echtholz-Arbeitsplatten nun gegen laminierte Platten getauscht - der Pflegeaufwand hat uns dann letztlich doch abgeschreckt - mit zwei kleinen Kindern ist Achtsamkeit in der Küche manchmal schwierig ;-) Leider haben wir eine leicht abgerundete Kante genommen - ich Hohlbacke hätte es doch besser wissen müssen, dass man die Platten dann ineinander laufen lassen muss, um sie in einer U-Küche gut aussehen zu lassen. Bei einer eckigen Platte wären die zwei Verbindungen kein Problem. Arrrgghhh - da werd ich wohl mal einen lokalen Schreiner fragen müssen - ich Hornochse.
Nach ein bisschen googeln sollte es aber auch mit einer Stich/Kreissäge möglich sein, das selbst zu machen - aber ob man das mit der notwendigen Genauigkeit hinbekommt?!? Natürlich werde ich mal nachfragen, was der Schreiner (oder bei OBI) dafür haben will (wird mit Sicherheit mehr kosten als die Platten selbst - knapp über 100 Euro für gut 6m - dann ists auch nicht schlimm, wenn man eine Platte versaut) und ob er das vor Ort machen kann oder ich die Platten wieder spazieren fahren muss.

Hier die möglichen Lösungen:
Erschwerend bei allen Ansätzen kommt hinzu, dass die Küchenwände vermutlich nicht exakt im 90° Winkel zueienanderstehen. Hier muss man vor Ort sehen wie weit die Wände auseinanderlaufen.

Es gilt noch zu klären wie die dauerhafte Verbindung der Platten erfolgen soll:
  • Verleimung der Platten (unterhalb der Feder Leim und oberhalb der Feder Silikon, denn das ist deutlich wasserabweisender als Leim!!!), um hierdurch Stabilität zu gewinnen und zu verhindern, dass Wasser zwischen die Platten eindringen kann und die Platten aufquellen. Eine Nut/Federverbindung (Lamellos, Flachdübel, Holzdübel) mit Verleimung zwischen den Platten ist sinnvoll.
    • die Verleimung ist bei Vollholzarbeitsplatten unerlässlich (wegen des Quellfaktors)
    • ACHTUNG: eine Nut zu fräsen (z. B. 4mm) erfordert höchste Präzision - ansonsten sind die Platten auf unterschiedlicher Höhe und das sieht gar nicht gut aus!!!
  • Spannschrauben/Arbeitsplattenverbinder unter den Arbeitsplatten machen auf jeden Fall Sinn, um das Auseinandertriften zu verhindern
Beide Varianten SOLLTEN kombiniert werden, denn ansonsten wird Wasser zwischen die Platten dringen und das Holz bzw. Pressspan wird aufquellen und dann hilft nur eine neue Platte.

Tips und Tricks

  • offene Schnittkanten (z. B. Stosskanten von Arbeitsplatten, Ausschnitte von Spülen/Kochfeldern) immer mit Silikon abdichten

Aufbau - Fazit

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Qualität. Man muss Abstriche bei Massenartikeln wie Schrauben machen, die so schlechte Qualität haben, dass man sich konzentrieren muss, sie nicht schon beim ersten Reindrehen zu zerstören (das Metall der Schrauben ist extrem weich - die Schrauben sind schnell verhunzt) - der Akkubohrer mit Drehmoment hat mir hierbei geholfen. Für ein nochmaliges Ab- und Aufbauen sind die Teile einfach nicht ausgelegt.

Ansonsten sind die Sachen durchdacht und die Bauanleitungen i. a. gut. Die Konstruktionen sind einfach, so daß der Aufbau auch einfach ist. Es fehlten auch keine Teile innerhalb eines Pakets.